
by John Gray
Eine Zusammenfassung durch Google Gemini, sie streicht den Aspekt der Kritik am modernen (Hyper)Liberalismus heraus. Aber auch die langen Passagen zur Analyse der abgehobenen russischen Intelligencia vor der bolschewistischen Revolution sind sehr erhellend, mit dem Blick auf Ideologien, die den neuen Menschen brauchen.
In “The New Leviathans” liefert der britische Philosoph John Gray eine düstere Abrechnung mit dem westlichen Liberalismus. Er knüpft dabei direkt an Thomas Hobbes an und stellt fest: Die Hoffnung auf eine friedliche, liberale Weltordnung ist endgültig gescheitert.
Zentrale Thesen des Buches
- Rückkehr zum Naturzustand: Gray argumentiert, dass wir uns nicht mehr in einer Ära des Fortschritts befinden, sondern in einer Zeit der „künstlichen Barbarei“. Der Hobbes’sche „Krieg aller gegen alle“ findet heute in Form von hybriden Kriegen und Identitätskämpfen statt.
- Der Staat als Erzieher: Während der klassische „Leviathan“ bei Hobbes nur für physische Sicherheit sorgen sollte, wollen die neuen Leviathane (wie Russland, China, aber auch der Westen) das Denken und die Identität ihrer Bürger kontrollieren.
- Kritik am „Woke“-Liberalismus: Gray spart nicht mit Kritik an westlichen Gesellschaften. Er sieht im „Hyperliberalismus“ eine neue Art von weltlicher Religion, die Andersdenkende ausgrenzt und versucht, die menschliche Natur durch soziale Erziehung umzugestalten.
- Abschied von der Universalität: Er fordert ein Ende der Illusion, dass die ganze Welt nach westlichem Vorbild demokratisch werden müsse. Stattdessen plädiert er für einen radikalen Realismus.
Das Echo der Kritik
Die Rezensionen im deutschsprachigen Raum und international zeichnen ein geteiltes Bild:
- Die Welt beschreibt Gray als einen der schärfsten Analytiker unserer Zeit, der die „Lebenslügen des Westens“ gnadenlos offenlegt.
- Der Falter sieht in Grays Werk eine „elegante Provokation“, die zwar pessimistisch ist, aber wichtige Fragen zur Zerbrechlichkeit unserer Zivilisation stellt.
- Deutschlandfunk Kultur merkt kritisch an, dass Gray zwar glänzend formuliert, aber am Ende eine Welt ohne Hoffnung skizziert, in der nur noch das nackte Überleben zählt.
Zusammenfassend: Das Buch ist keine leichte Kost. Es ist eine philosophische Warnung vor dem Größenwahn des Westens und ein Plädoyer dafür, die Welt so zu sehen, wie sie ist – und nicht, wie wir sie gerne hätten
Facts:
English title: The New Leviathans: Thoughts After Liberalism
Original title: The New Leviathans: Thoughts After Liberalism
Published: 2023
