
by Benedict Wells
‘Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.’ Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.04.2016, kopiert von perlentaucher.de
Mit Benedict Wells’ neuem Roman “Vom Ende der Einsamkeit” gesellt sich also noch ein Waisenkind in die Literaturgeschichte, konstatiert Christian Mayer, um aber zugleich zu betonen, dass dieses wunderbare Buch überraschend anders ist: Selbstfindung ganz ohne “Ego-Pomp”, attestiert er dem Autor, der knapp und sorgfältig, geradezu klassisch von drei Geschwistern erzählt, die jeweils auf ganz eigene Art und Weise mit dem frühen Tod der Eltern umgehen. Insbesondere das Schicksal des Ich-Erzählers Jules, der im zweiten Teil des Romans mit der ebenfalls verwaisten Alva eine Familie gründet und versucht Einsamkeit und Verlust zu überwinden, hat den Kritiker tief berührt. Die vielleicht etwas zu gehäuften Anspielungen auf Fitzgerald, Kerouac, Hemingway oder Nabokov verzeiht der Rezensent mit Blick auf die außergewöhnlich liebevolle Zeichnung der Figuren gern.
Facts:
English title: The End of Loneliness
Original title: Vom Ende der Einsamkeit
Published: 2016
